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Pädagogisches Konzept

Bildung und Förderung in der frühkindlichen Phase

Ihre Kinder sollen sich bei mir so frei wie möglich bewegen und entwickeln dürfen.
Das funktioniert besonderes dann gut, wenn eine vertrauensvolle Basis zwischen
Tagesmutter und Tageskind geschaffen ist. Deshalb nehme ich mir bei der Eingewöhnung auch besonders Zeit für Ihr Kind. Wenn es sich auf seine Bezugsperson  verlassenkann und sich sicher fühlt, wird es umso freier, fröhlicher und forscher in die Welt ziehen.
Beim Forschen und Entdecken soll es möglichst selbstständig agieren dürfen. Das Essen auf seine Beschaffenheit hin zu untersuchen, mit Matsch zu spielen, Dinge
auszuprobieren, das alles gehört zum Großwerden – natürlich in angemessenem Rahmen – dazu.
Auch dazu gehört, selbst zu machen, was schon selbst geht. Das fängt
beim Essen an und hört beim Anziehen auf. Dabei wird das Kind unterstützt, wenn es
Hilfe braucht, und ermutigt, wenn es Zuspruch braucht.
Auch wenn ich im normalen Tagespflegealltag gelegentlich kleine Mal- oder Bastelarbeiten anbiete: Viel wichtiger ist für Kinder zwischen einem und drei Jahren, dass sie ungestört Spielen dürfen und genug Zuwendung und Aufmerksamkeit erhalten.

Individuelle Kinderbetreuung in einer kleinen Gruppe

Die kleine Gruppengröße ist ein großer Vorteil der Kindertagespflege und ermöglicht es mir eine individuelle Beziehung zu jedem Kind aufbauen zu können.

Kinder lernen viel voneinander. Auch wenn Kinder unter drei Jahren noch nicht
viel gemeinsam spielen, sondern sich vielmehr nebeneinander in ein Spiel vertiefen
(mitunter auch in das gleiche Spiel), sind sie sich trotzdem des kindlichen Gegenübers
bewusst. Sie nehmen Kontakt miteinander auf, machen Erfahrungen miteinander –
zum Beispiel zum Teilen – , orientieren sich aneinander und imitieren sich gegenseitig. So lernen die kleinen viel von den größeren Kinder und die größeren Kinder lernen Vorbild zu sein und Verantwortung zu übernehmen. Sie lernen spielerisch in den verschiedenen Rollen Rücksicht aufeinander zu nehmen und erweitern somit ihre soziale Kompetenz.
Die Beziehung zwischen Kindern in ähnlichen Entwicklungsstadien findet auf einer
Ebene statt. Im Gegensatz dazu ist die Beziehung zwischen Kindern und Erwachsen stets ungleich in Bezug auf Wissen und Erfahrung. Auch deshalb profitieren Kleinkinder vom sozialen Kontakt untereinander besonders.

Ich werde daher auch immer wieder solche Materialien zur Verfügung stellen, die ein gemeinsames Agieren fördern. Eine Kiste mit Toilettenpapierrollen oder ein Beutel
Klammern, ein Karton zum Hereinkriechen und Herausgucken und andere Gegenstände zum Erforschen und Entdecken machen schließlich besonders gemeinsam Spaß..


Spaß an Sprache und Musik


Ich biete den Tageskindern eine sprachanregende Umgebung und begegne ihnen mit  Interesse und Wertschätzungfür all das, was sie beschäftigt. Wir reden viel, schauen
Bilderbücher an mit Themen aus der Alltagswelt der Kinder und wir musizieren und reimen gemeinsam.
Schließlich entwickelt sich Sprache nur durch Interaktion und regen Austausch.
Sprache ist überall. Der gesamte Tagesablauf, jede noch so kleine Alltagssituation
bietet sich als Sprachanlass an. Ob beim Spazierengehen oder Türmchen bauen, beim
Anziehen oder Tischdecken. Jede Situation kann mit Sprache begleitet werden. So kommen die Tageskinder und ich immer miteinander ins Gespräch. Dabei bieten sich zwischendurch viele Gelegenheiten für kommunikative Angebote an das Kind: Was fehlt noch auf dem Tisch? Was gibt es auf der Wiese zu sehen? Warum hat die Schnecke ein
Häuschen?

Da Musik und Sprache viel gemeinsam haben (zum Beispiel den Rhythmus) lässt
sich auch über Musik Sprachförderung betreiben. Wir beginnen den Tag schon mit einem Lied als Begrüßungsritual. Auch zwischendurch werden wir kleine Lieder singen,
die mit Händen und Füßen rhythmisch begleitet werden können. Eine Kiste mit Instrumenten zum Klingen und Klappern steht bereit. Besonders viel Spaß macht Musik in Kombination mit Bewegung. Die Tageskinder dürfen tanzen und hüpfen, mit dem ganzen Körper Musik machen. Das fördert das Körperbewusstsein und die Wahrnehmungsfähigkeit. Dazu eignen sich eingängige, kurze Melodien bekannter Kinderlieder. Die können sich die Kinder dank wiederkehrender Elemente schnell merken ebenso wie auch Reime und Mitmachverse.

Natur und Umwelt entdecken

Die Erforschung und Erkundung der unmittelbaren Natur bietet zahlreiche Anlässe
zum Staunen, Spielen und darüber Sprechen. Ich gehe mit den Tageskindern so gut
wie jeden Tag raus. Wir werden Ameisen zugucken, Eichhörnchen suchen, Steine
sammeln, buddeln und matschen, Kiesel in den Fluss werfen und vieles
mehr. Der nahegelegene Wald oben an der Stübchentalstraße bietet alles, was
sich kleine Entdecker wünschen. Wichtig ist dafür warme, bequeme
Kleidung, die dreckig werden darf!
Wir wollen aber auch andere Ziele aufsuchen und unsere Umwelt ganz genau in
Augenschein nehmen. Vielleicht gehen wir im Supermarkt Zutaten für einen Obstsalat
einkaufen, wir beobachten eine Baustelle, lernen wie man sicher über die Straße geht
oder wie man die netten Nachbarn begrüßt.

Kreativität

Kreative Angebote drinnen oder draußen werde ich gelegentlich anbieten. Ich bin
selber gerne kreativ beim Malen oder Basteln und habe große Lust mit den Tageskindern schöne Kunstwerke zu erschaffen. Papier in Streifen reißen, aufkleben
oder mit dem Pinsel oder Fingerfarbe herumprobieren, das mögen oft
schon die Kleinsten. Wir können zum Beispiel gemeinsam Steine anmalen oder
Handabdrücke machen. Bei der Verwendung unterschiedlicher Materialien wie Watte,
Kieselsteine oder Gesammeltes aus der Natur wird auch der Tastsinn angeregt.
Bei der Auswahl und Häufigkeit der Angebote berücksichtige ich das Alter der Tageskinder. Die Kleinsten sollen nicht überfordert werden und können und müssen auch noch nicht über längere Zeit still am Tisch sitzen. Viel wichtiger als ständiges Basteln ist das freie Spiel.
Kreativität wird auch nicht nur mit konkreten, angeleiteten Angeboten gefördert.
Kinder entwickeln die schönsten Ideen besonders dann, wenn sie anregende Materialien vorfinden, mit denen sie frei experimentieren können. Ich werde Alltagsmaterialien in den Raum stellen, mit denen die Kinder selbstständig umgehen dürfen. Das können sein: Bälle aus unterschiedlichen
Materialien, Toilettenpapierrollen, Deckel und Becher verschiedener Größen,
Luftpolsterfolie, Gardinenringe, Korken und vieles mehr. So werden zum Beispiel zwei Toilettenpapierrollen zum Fernglas, der Joghurtbecher zum Kochtopf oder der Gardinenring zum kleinen Fenster.
Auch draußen lassen wir unserer Kreativität freien Lauf und erfühlen und erforschen
alles, was nicht bei drei auf dem Baum ist. Regenwürmer, Käfer, Spinnen mit
der Lupe anschauen, mit Sand und Wasser matschen, Ästen oder Steine sammeln …
den Kindern und mir wird sicher eine Menge einfallen.